Die letzten 12 HAIlights

Kunst im Neuenheimer Feld

Freitag, 28.09.2018

1955 beschloss die Landesregierung Baden-Württemberg, dass bei wichtigen Baumaßnahmen im Finanzplan auch Mittel für Kunstwerke einzustellen sind. So sind im Laufe der Jahre viele, oft unbeachtete Kunstwerke auf dem Campus Neuenheimer Feld entstanden. Zum 625-jährigen Jubiläum der Universität Heidelberg wurde das Buch "Kunst auf dem Campus" herausgegeben, das sich mit diesen Kunstwerken beschäftigt. Das Neuenheimer Feld, das weniger für die Schönen Künste als für seine naturwissenschaftliche Forschung bekannt ist, soll anhand dieses Buches neu erschlossen werden. Dabei werden einige ausgewählte Stationen inner- und außerhalb der Universitätsgebäude besucht.

Jochen Tröger, emeritierter Professor für Kinderradiologie, hat als Leiter des Jubiläumsstabes zur 625-Jahr Feier der Ruperto Carola die Erstellung des Buches "Kunst auf dem Campus" begleitet und wird die Radtour leiten.

Wie wollen wir leben?

Freitag, 13.07.2018

Das (heutige) Collegium Academicum ist eine Initiative, die von Studierenden und jungen Berufstätigen u. a. Alumni der Universität Heidelberg getragen wird und selbstverwaltetes Wohnen, kreative Entfaltung und selbstbestimmtes Lernen in Heidelberg ermöglichen möchte. Auf der Fläche des ehemaligen "US-Hospitals" soll bis Ende 2019 Wohn- und Gestaltungsraum für über 220 junge Menschen entstehen. Die Vision ist es, einen Ort zu schaffen, der über ein Zuhause hinaus Treffpunkt und inspirierende Umgebung darstellt: Das Zusammenleben, welches durch gegenseitige Unterstützung geprägt sein soll, wird von einem Bildungskonzept flankiert, das demokratische Selbstverwaltung in den Vordergrund rückt.

Das Collegium Academicum hat eine bewegte Geschichte in Heidelberg: So war es von 1945 bis 1978 in der Altstadt (Seminarstraße 2) beheimatet, wo es als Kulturzentrum und Wohnheim diente. Viele Generationen von Studierenden lebten dort und gestalteten ihre Stadt aktiv mit. Heute in einer Zeit mit anderen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen, ist das neue Collegium Academicum keine Blaupause des alten, sondern ein eigenständiges Projekt der "Stadt der Zukunft".

Franziska Meier, Doktorandin im Promotionskolleg "Kunst, Kultur und Märkte" am Zentrum für europäische Geschichts- und Kulturwissenschaften (ZEGK), wird einen Einblick in die Geschichte des historischen Collegium Academicum geben und das geplante Wohn-, Bildungs- und Kulturprojekt, das neue Collegium Academicum, vorstellen.

Sommerparty der Universität

Freitag, 15.06.2018

Jedes Jahr lädt der Rektor alle Mitglieder, FreundInnen und FörderInnen der Universität zu einem sommerlichen Fest mit tollem Programm und stimmungsvoller Atmosphäre ein. Wir möchten Sie herzlich einladen, gemeinsam mit uns die traditionelle "Ruperto Carola Sommerparty" als HAIlight im Juni zu besuchen. Dabei ist der Ort der Feierlichkeiten dieses Jahr ein ganz besonderer: der Barockgarten der Universität zwischen Anglistischem und Romanischem Seminar. Der historische Barockgarten, ursprünglich als Klostergarten erbaut, wurde unlängst zu einem studentischen Lernort umgestaltet. Wir freuen uns, dass wir Herrn Dr. Arne Egger vom Bau-Dezernat der Universität gewinnen konnten, der als Einstimmung auf das Sommerfest einen kleinen Überblick über die Umgestaltungsmaßnahmen geben wird.

Den Sternen so nah - HAI im Haus der Astronomie

Freitag, 25.05.2018

Die Öffentlichkeitsarbeit der Astronomie hat in Heidelberg bereits Tradition. Daran möchten wir mit "Den Sternen so nah" anknüpfen: Eine Alumni-Gruppe wird im Rahmen einer Führung astronomische Forschung aus erster Hand erfahren und Einblicke in die verschiedenen Forschungsinstitute auf dem Königstuhl erhalten. Neben einer virtuellen Reise an den Rand des Universums im Haus der Astronomie, werden verschiedene Stationen im Max-Planck-Institut für Astronomie und der Landessternwarte erkundet - dabei wird auch ein größeres Teleskop aus der Nähe zu sehen sein.

Die Führung übernimmt Christian Lenz, der als Fellow an der International Max Planck School for Astronomy & Cosmic Physics zum Thema "Planetesimal Formation and Evolution within a Parameterized Model" forscht.

Auf den Spuren der Römer in Ladenburg

Freitag, 27.04.2018

LOPODUNUM, wie die Stadt von den Römern genannt wurde, war eine der bedeutendsten römischen Metropolen in Südwestdeutschland. Vom Hauptort einer civitas zeugen unter anderem die Reste eines imposanten Forums mit Basilika, deren Erforschung jüngst abgeschlossen werden konnte. Die aktuellen Erkenntnisse sind Grundlage einer 3D-Visualisierung, die im Lobdengau-Museum gezeigt wird. Dort, in der einstigen schlossartigen Residenz der Bischöfe von Worms, werden zum Teil spektakuläre archäologische Entdeckungen aus allen vor- und frühgeschichtlichen Epochen des Ladenburger Stadtgebietes präsentiert. Die Universität Heidelberg kooperiert seit 2015 mit dem Museum im Rahmen von fünf Forschungsprojekten.

Dr. Andreas Hensen, Leiter des Lobdengau-Museums und Lehrbeauftragter am Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik der Universität Heidelberg, bietet für HAI eine exklusive Führung an: Nach einem Besuch der römerzeitlichen Abteilung des Museums folgt ein Spaziergang durch die von mittelalterlicher Architektur geprägte Bischofsstadt. Hier werden die konservierten Spuren des antiken Hauptortes in verschiedenen "Schaufenstern" besichtigt.

Film - Plakat - Kunst: Heidelberger Kinogeschichte im Universitätsmuseum

Freitag, 21.03.2018

In den 1950er Jahren schuf Dietrich Lehmann (1929-2014) während seines Medizinstudiums für den Heidelberger Filmclub eine Reihe handgemalter Filmplakate. Diese Werke zu Klassikern wie "Metropolis" oder "Im Westen nichts Neues" sind nun Gegenstand der Sonderausstellung im Universitätsmuseum der Ruperto Carola. Die Ausstellung präsentiert nicht nur die im Universitätsarchiv verwahrten Filmplakate, sondern thematisiert auch die Film- und Kinogeschichte in Deutschland, die sich nicht zuletzt in den Plakaten widerspiegelt. Anhand der Werke Lehmanns beschäftigt sich die Ausstellung mit der Geschichte des Filmplakats sowie dem Verhältnis von Filmplakat und Kunst.

Das Konzept zur Ausstellung erarbeiteten Studierende der Universität Heidelberg unter der Leitung von Professor Keazor, der die Professur für Neuere und Neueste Kunstgeschichte am Institut für Europäische Kunstgeschichte innehat. Seine Forschungsgebiete sind die französische und italienische Malerei des 17. Jahrhunderts, die zeitgenössische Architektur, die Kunstfälschung, Film, Musikvideos sowie das Verhältnis von Kunst und Medien.

Geldentscheidungen - Anlagepsychologie und Anlegerverhalten mit Augenzwinkern

Freitag, 23.02.2018

Immobilien kaufen oder Gold erwerben? In Aktien investieren oder lieber in eine Lebensversicherung? Oder doch alles aufs Sparkonto - trotz Nullzins? Sparer und private Anleger sind in Zeiten niedriger Zinsen, wachsender Inflation und unverständlicher Finanzprodukte mehr und mehr verunsichert...

Wir freuen uns, dass wir für unser Februar-HAIlight Herrn Professor Dr. Hartmut Walz gewinnen konnten, der an der Hochschule Ludwigshafen Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Verhaltensökonomie, Anlegerverhalten und Bankbetriebslehre lehrt. Prof. Dr. Walz will in seinem Vortrag den Dschungel der aktuellen Anlage- und Sparmöglichkeiten erhellen: Vom abstrakten "Anlageuniversum" über den "Diversifikations²-Effekt" bis hin zu den "10 Lektionen zum mit nach Hause nehmen". Er verbindet wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse mit langjähriger Branchenerfahrung, immer mit einer guten Balance zwischen zumutbarer Detailorientierung und erforderlicher Vereinfachung. Nicht zuletzt zeigt Herr Walz, dass sogar beim Reden über Geld und Finanzen gelacht werden darf.

Bild: Professor Hartmut Walz © privat

Berthold Auerbach - Einst hochberühmt, heute fast vergessen.

Freitag, 19.01.2018

Es heißt, Leo Tolstoi habe insgesamt fünfzehn(!) Ausrufungszeichen hinter den Namen Berthold Auerbach gesetzt. Der Autor der "Schwarzwälder Dorfgeschichten", geboren 1812 als Moses Baruch Auerbacher, entwickelte einen sehr eigenen Realismus und hat zweifellos russische Dichter wie den großen Tolstoi oder Turgenjew beeinflusst. Seine Werke, vor allem Romane und Erzählungen, aber auch Biografien, Aufsätze, Reden und Dramen haben zu seiner Zeit hohe Auflagen erzielt und damit weite Verbreitung gefunden. Die Übersetzung in mindestens zwanzig Sprachen trug ein Übriges dazu bei.

Nicht minder beeindruckend ist die Biografie des Schriftstellers, der auch einige Jahre in Heidelberg gelebt hat: Von seinem Geburtsort Nordstetten/Horb aus hat das jüdische Dorfkind sich bis in die Spitzen des deutschen Kulturlebens im 19. Jahrhundert emporgearbeitet. Empfangen bei Hofe in Berlin, Dresden und anderswo, ist er als homo politicus stets den Idealen des Vormärz verpflichtet geblieben. Darüber hinaus war er assimilierter Jude und gleichzeitig Deutscher, der sein Judentum nicht verleugnete.

Heidelberg-Alumna Frau Ingeborg Radel wird im Rahmen eines Vortrags solche vermeintlichen Widersprüche aufnehmend Auerbachs Leben skizzieren. Darüber hinaus wird sie sein Werk zeitgeschichtlich einordnen und exemplarisch an zwei Romanen der Frage nachgehen, inwiefern die Beschäftigung mit Auerbach auch heute noch lohnend sein kann.

Der Jargon der Anmaßung - Was "populistisches" und "elitäres" Sprechen gemeinsam haben

Freitag, 24.11.2017

Europa hat gewählt - Nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien und Österreich wurde 2017 über die Volksvertretungen abgestimmt. Ein Jahr, das so stark von den Wahlkämpfen geprägt war, gab es selten. Allen gemeinsam ist dabei die Konjunktur des Populismusbegriffs im öffentlichen Diskurs und der medialen Berichterstattung. Das Forschungsinteresse von Prof. Dr. Ekkehard Felder, Lehrstuhlinhaber für Germanistische Linguistik an der Universität Heidelberg, trifft also den Kern des Zeitgeists: Er setzt sich mit der Resonanz von Sprechakten im politischen Geschehen auseinander.
Insbesondere widmet er sich dabei rhetorischen Anmaßungsstrategien, die er mit linguistischem Blick betrachtet. Diese Sprachstrategie, die jeden Widerspruch dem Prinzip nach ausschließe, wird laut Prof. Dr. Felder einer pluralistischen Gesellschaft mit einer demokratischen Aushandlungskultur nicht gerecht. Es handle sich um eine rhetorische Praxis, die "hinter" Worten das Eigentliche, das nicht mehr Hinterfragbare zu finden behaupte. Im Mittelpunkt stehen oft Anmaßungsvokabeln wie zum Beispiel die Berufung auf den "Volkswillen".

Was zeichnet solche Anmaßungsstrategien aus, wie sie gerne von Sprechern politischer Bewegungen gebraucht werden, die vielfach als "populistisch" eingestuft werden? Was haben "populistisches" und "elitäres" Sprechen gemeinsam? Diese und andere Aspekte wird Prof. Dr. Felder im Rahmen unseres November-HAIlights beleuchten. Im Anschluss an den Vortrag wird es die Möglichkeit geben Fragen zu stellen und in die Diskussion einzutreten.

Das HAIlight findet am Freitag, den 24. November 2017 um 17:00 Uhr statt und dauert etwa 1,5 Stunden. Details zum Veranstaltungsort erhalten Sie in der Anmeldebestätigung.

Reformation in der Kontroverse

Freitag, 20.10.2017

Der Thesenanschlag Luthers an der Schlosskirche zu Wittenberg jährt sich dieses Jahr zum 500. Mal. Aber nicht nur Wittenberg als Ort des Geschehens, sondern ganz Deutschland steht 2017 im Zeichen der Reformation - nicht zuletzt dank des zusätzlichen, bundesweiten Feiertags am 31. Oktober.

Auch HAI möchte diese Gelegenheit nutzen und Ihnen ein Reformations-HAIlight präsentieren. Wir freuen uns, dass wir Herrn Prof. Dr. Christoph Strohm, Ordinarius für Reformationsgeschichte und Neuere Kirchengeschichte der Theologischen Fakultät, dafür gewinnen konnten.

Prof. Dr. Strohm wird über die Bedeutung der Reformation für die Geschichte der westlichen Zivilisation und die Kirche in der Gegenwart sprechen. Zu diesem Themengebiet gibt es vielfältiges Anschauungsmaterial in Beiträgen in den Medien, Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen, Ausstellungen und sogar Oratorien. Auffällig sind dabei die höchst unterschiedlichen Wertungen, die die Reformation erfährt. Für die Einen stehen positive Wirkungen im Vordergrund, während Andere vor allem negative Folgen sehen, wie die Spaltung der westlichen Christenheit oder eine verstärkte Subjektivierung und Säkularisierung. Wie werden diese konkurrierenden Wertungen aktuell in der Öffentlichkeit aufgegriffen?

In seinem Vortrag wird Prof. Dr. Strohm knapp und konzentriert Grundentscheidungen der Reformation Revue passieren lassen, um dann verschiedene Wertungen dieser Entscheidungen aufzuzeigen und die Kontroverse darüber abzubilden. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, Fragen an den Referenten zu richten und in die Diskussion einzutreten.

Das HAIlight findet am Freitag, den 20. Oktober 2017 um 17:00 Uhr statt und dauert etwa 2 Stunden. Die Zahl der Teilnehmer begrenzt. Details zum Veranstaltungsort erhalten Sie nach der Anmeldung.

Sollten mehr Anmeldungen eingehen als Plätze zur Verfügung stehen, werden diese per Losverfahren vergeben.