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   ALUMNI REVUE - DEZEMBER 1997
       

    
    
 

Alumni in aller Welt


Libanon: Erstes Regionaltreffen

Mit einem ersten Regionaltreffen Heidelberger Alumni, zu dem der neue Rektor der Universität Heidelberg, Professor Jürgen Siebke, am 14. und 15. November 1997 nach Beirut eingeladen hatte, unternahm die Universität Heidelberg einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg hin zu einem internationalen Netzwerk der Ehemaligen.

Mehr als sechzig Anwesende hörten zu, als Rektor Jürgen Siebke seine Freude darüber zum Ausdruck brachte, wie viele seiner Einladung gefolgt waren, teilweise einen weiten Weg dafür in Kauf genommen hatten. Er wertete dies als Zeichen ihrer andauernden Verbundenheit zu einer Universität, die akademisches Denken geprägt, und zu einem sozialen Umfeld, welches kulturelle Erfahrungen möglich gemacht habe. "Also war unsere Idee richtig, Heidelberg Alumni International zu gründen", sagte der Rektor in seiner Rede vor Alumni aus Heidelberg und weiteren deutschen Universitäten sowie vor geladenen Gästen. Und richtig sei es auch, so Jürgen Siebke, die Beziehung weiter zu entwickeln, "und zwar, indem die Universität zu Ihnen in Ihre Heimatregion kommt, und sei es nur für einen Tag."

Zwischen dem Libanon und Deutschland gibt es eine lange Tradition kulturellen Austausches. Und es gibt in Beirut eine sehr aktive Vereinigung von Absolventen deutschsprachiger Hochschulen, deren Vorsitzender, der Heidelberger Alumnus Dr. Amin El-Khalil, mit großem Enthusiasmus dieses Treffen vor Ort vorbereitet hat. Kein Zufall also, aber dennoch eine besondere Premiere für die Universität Heidelberg und für die Region.

Amin El-Khalil und Albrecht Bayer haben sich bei der Realisierung des Projekts als gutes Team erwiesen. Die finanzielle Unterstützung kam vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD).

Eine Premiere war es auch für die annähernd einhundert Gäste, die am Abend des 14. November vom Botschafter der Bundesrepublik Deutschland im Libanon, Dr. Peter Wittig, anläßlich des Regionaltreffens eingeladen waren. In seiner Rede beglückwünschte der Botschafter den Rektor zu seiner Entscheidung, den Libanon zum Schauplatz des Treffens gewählt zu haben. "Wir sind mit Besuchern aus Deutschland nicht besonders verwöhnt", räumte der Botschafter ein. "Es muß Sie als Rektor der Ruprecht-Karls-Universität mit Befriedigung erfüllen, zu sehen, daß Ihre ehemaligen Heidelberger Studenten - und das gilt natürlich für andere Universitäten auch - in ihren Heimatländern einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wiederaufbau leisten."

Auch Dr. Monika von Krafft, Leiterin des Goethe-Instituts, das Tagungsort des Regionaltreffens am 15. November war, sprach von einer Premiere: In 42 Jahren ununterbrochener Arbeit des Institutes, für dessen Verbleib während des Krieges sich viele Menschen eingesetzt hätten, habe es einen so engen Kontakt zu einer deutschen Universität noch nie gegeben, sagte sie zur Begrüßung.

Einige der Gäste waren ausdrücklich auch deswegen gekommen, weil sie sich Impulse erhofften vom Vortrag des renommierten Heidelberger Politologen Dieter Nohlen, der im Anschluß an die Rede des Rektors über "Demokratisierungsprozesse in der Dritten Welt" sprach. "Sie alle haben jeden Tag hautnah mit Politik zu tun", sagte Dieter Nohlen einleitend, "ich befasse mich mit den Fragestellungen, die zur Analyse politischer Prozesse führen".

Nach einer Stadtrundfahrt waren die Teilnehmer dann Gäste der Deutschen Schule Beirut, wo bei einem liebevoll vorbereiteten Essen weiteres Kennenlernen möglich wurde. Der Direktor der Schule, Omar Salloum, führte durch einen beeindrucken den Mikrokosmos. Im Gespräch bestätigten zwei Schüler den Eindruck: Diese Schule macht Spaß und wird als eine große Chance begriffen. Die beiden fragten bereits nach ihrer nächsten Chance, der Möglichkeit, in Heidelberg Physik zu studieren. Und dies ist ganz im Sinne dessen, was Rektor Siebke schon bei seiner Begrüßungsansprache zum Ausdruck gebracht hatte. "Wir wollen mit dem Regionaltreffen zweierlei erreichen: Einmal unseren Absolventen Dank sagen dafür, daß sie ehemals zu uns gekommen waren und ihr Examen bei uns abgelegt haben, und zweitens möchten wir in ihren Heimatländern vermehrt um junge Leute werben, die kommen werden, um bei uns zu studieren."

Zum Abschluß entführten die Gastgeber in das Fest einer "orientalischen Nacht" mit Musik und Tanz, mit Lachen und dem Duft der Wasserpfeifen.

Begonnen hatte es in Heidelberg während des Sommertreffens der Ehemaligen im August 1996. Da forderte Amin El-Khalil in der Diskussion über die Beziehung zwischen Universität und Ehemaligen "Nägel mit Köpfen in Nahost". Jetzt bestehen seitens der Alumni konkrete Wünsche nach Fort- und Weiterbildung, besonders auf medizinischen und naturwissenschaftlichen Gebieten. In Beirut könnte nach Auffassung der Absolventen eine Heidelberger Einrichtung für Studium und Weiterbildung gegründet werden.

Christine Domnik

 


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Heidelberg, den 14. Juli 2003